Gebrannte Mandeln mit Nutella, Zimt sowie Kokos und Orange in drei Varianten

Gebrannte Mandeln mit Nutella: Wie macht man sie nach einem einfachen Rezept selbst?

Gebrannte Mandeln mit Nutella verbinden zwei Dinge, die ohnehin gut zusammenpassen: geröstete Mandeln und eine süße Haselnuss-Kakao-Note. Trotzdem reicht es nicht, fertige gebrannte Mandeln einfach mit Nutella zu verrühren. Dann bleibt die Oberfläche weich und klebrig. Die Nuss-Nougat-Creme muss schon in der Pfanne in das Zuckerwasser, damit beim Einkochen eine trockene, knusprige Hülle entstehen kann.

Das Verfahren sieht zwischendurch etwas merkwürdig aus. Erst schwimmen die Mandeln in einer dünnen braunen Flüssigkeit. Danach wird alles sirupartig, später stumpf und krümelig. Gerade diese trockene Phase gehört dazu. Wer an diesem Punkt nervös noch Wasser oder Nutella zugibt, macht die Masse wieder weich.

Ich habe für diese Anleitung nicht nur die klassische Zuckermethode geprüft, sondern auch ein bereits veröffentlichtes Rezept für Nutella-Mandeln. Dort werden 200 Gramm Mandeln mit Wasser, Zucker, Nutella und ungesüßtem Kakao in der Pfanne gebrannt. Neben dem Hauptrezept zeige ich zwei ebenfalls dokumentierte Varianten: klassische Zimtmandeln und Kokos-Orangen-Mandeln.

Was bei gebrannten Mandeln mit Nutella anders ist

Klassische gebrannte Mandeln bestehen im Kern aus Mandeln, Zucker, Wasser, Vanille und Zimt. Beim Kochen verdampft das Wasser. Der gelöste Zucker kristallisiert wieder und setzt sich als raue Schicht auf den Mandeln ab. Zum Schluss schmilzt ein kleiner Teil dieser Kristalle erneut. So haftet die Hülle besser und bekommt stellenweise Glanz.

Gebrannte Mandeln mit Nutella, Zimt und Kokos-Orange in drei Papiertüten

Nutella bringt zusätzlich Fett, Haselnüsse, Kakao und Milchbestandteile mit. Laut den Nährwertangaben des Herstellers enthält die Creme 539 Kilokalorien je 100 Gramm. Für die Pfanne ist aber vor allem ihre weiche, fettreiche Konsistenz wichtig: Die Zuckerschicht braucht etwas länger, bis sie trocken und krümelig wirkt. Mehr Nutella macht das Ergebnis deshalb nicht automatisch besser. Bei einer zu großen Menge bleiben die Mandeln eher weich oder klebrig.

Für den ersten Versuch würde ich eine breite Pfanne mit ungefähr 28 Zentimetern Durchmesser nehmen. Darin liegen die Mandeln nicht übereinander, und die Feuchtigkeit kann schneller entweichen. Dazu kommen ein hitzefester Holzlöffel oder Silikonspatel, Backpapier und zwei Gabeln zum Trennen. Das Backpapier sollte schon bereitliegen, bevor die Pfanne heiß wird.

Heißer Zucker klebt an der Haut und kann schwere Verbrennungen verursachen. Deshalb bitte nicht aus der Pfanne probieren und die Mandeln nach dem Ausschütten nicht mit den Fingern auseinanderziehen. Zwei Gabeln erledigen das sicherer.

Woran erkenne ich die richtige Phase in der Pfanne?

Die Zeitangaben sind nur ein Rahmen. Herd, Pfanne und Ausgangstemperatur unterscheiden sich, deshalb hilft der Blick auf die Zuckermasse mehr als eine exakt gestoppte Minute.

Gebrannte Mandeln mit Nutella in der dicken glänzenden Sirupphase
PhaseSo sieht es ausWas ist jetzt zu tun?
FlüssigDie Mandeln schwimmen in einer dünnen braunen Flüssigkeit.Weiterkochen und regelmäßig rühren.
SirupartigDie Masse wird dick, glänzend und haftet stärker an den Mandeln.Ab jetzt ständig über den Pfannenboden rühren.
KrümeligDer Zucker wirkt trocken, sandig und stumpf.Nicht erschrecken und keine Flüssigkeit zugeben.
FertigEinzelne Stellen beginnen wieder leicht zu glänzen.Sofort auf das Backpapier geben und trennen.

Gebrannte Mandeln mit Nutella: einfaches Grundrezept

Gebrannte Mandeln mit Nutella in einer dunklen Keramikschale

Diese Variante schmeckt deutlich nach Kakao und Haselnuss, ohne dass die Mandeln unter einer dicken Schokoladenschicht verschwinden. Der zusätzliche Backkakao macht den Geschmack kräftiger und nimmt der Süße etwas die Spitze.

Portionen: 7–8 kleine Portionen
Gesamtmenge: ca. 300–315 g
Portionsgröße: ca. 40 g
Kalorien: ca. 520 kcal pro 100 g
Vorbereitung: ca. 5 Minuten
Kochzeit: ca. 15–20 Minuten
Abkühlzeit: ca. 30 Minuten
Gesamtzeit: ca. 50–55 Minuten

Zutaten

  • 200 g ganze Mandeln mit brauner Haut, ungeröstet und ungesalzen
  • 100 ml Wasser
  • 75 g Zucker
  • 30 g Nutella, etwa 1 großer Esslöffel
  • 10 g ungesüßter Backkakao, etwa 2 gestrichene Teelöffel
  • optional: 1 kleine Prise Salz

Zubereitung

Knusprige Kakao-Haselnuss-Mandeln mit Schokocreme
  1. Den Arbeitsplatz vorbereiten. Ein großes Stück Backpapier auf ein hitzefestes Backblech oder Holzbrett legen. Zwei Gabeln danebenlegen. Alle Zutaten abwiegen, denn während des Kochens bleibt kaum Zeit, noch nach dem Kakao zu suchen.
  2. Das Zuckerwasser ansetzen. Wasser und Zucker in eine breite Pfanne geben. Die Mischung bei mittlerer bis hoher Hitze erwärmen und dabei rühren, bis keine trockenen Zuckerkristalle mehr zu sehen sind. Sobald die Flüssigkeit gleichmäßig kocht, die Hitze auf eine mittlere Stufe stellen.
  3. Nutella und Kakao einrühren. Nutella und Backkakao in das heiße Zuckerwasser geben. Mit dem Löffel gründlich rühren, bis keine trockenen Kakaonester mehr sichtbar sind. Kleine dunkle Punkte sind nicht schlimm. Die Masse muss nicht so glatt wie eine Kuchenglasur werden.
  4. Die Mandeln zufügen. Alle Mandeln auf einmal in die Pfanne geben und sofort umrühren, sodass jede Mandel von der braunen Flüssigkeit benetzt ist. Nun bei mittlerer Hitze weiterkochen. Der Inhalt darf lebhaft blubbern, aber nicht rauchen.
  5. Die flüssige Phase abwarten. In den ersten Minuten wirkt die Mischung dünn. Danach wird sie dickflüssiger und legt sich wie Sirup um die Mandeln. Regelmäßig über den gesamten Pfannenboden rühren und auch den Rand mitnehmen. Sobald der Sirup deutlich dicker wird, ständig rühren. Riecht die Masse am Pfannenrand früh dunkel oder setzt sie dort braun an, die Hitze sofort reduzieren. Gebrannte Mandeln brauchen eher Geduld als maximale Temperatur.
  6. Auf die krümelige Phase warten. Nach etwa 10 bis 15 Minuten verdampft fast das gesamte Wasser. Die Oberfläche verliert ihren Glanz, und die Masse wird trocken, körnig oder sandig. Bei der Nutella-Version kann dieser Wechsel später kommen als bei klassischen Mandeln. Das ist normal. Jetzt kein zusätzliches Wasser und keine weitere Creme einrühren.
  7. Nur kurz weiter karamellisieren. Die Hitze etwas reduzieren. Noch ungefähr 1 bis 2 Minuten rühren, bis an einzelnen Stellen wieder etwas Zucker schmilzt und die Hülle an den Mandeln haftet. Nicht warten, bis alle Mandeln dunkel und vollständig glänzend sind. Kakao verdeckt die Bräunung, deshalb kann die Masse schneller verbrennen, als sie aussieht.
  8. Ausschütten und trennen. Die Mandeln sofort auf das vorbereitete Backpapier geben. Mit zwei Gabeln auseinanderziehen und möglichst in einer Lage verteilen. Zusammengeklebte Stücke werden beim Erkalten fest, daher lohnt sich zügiges Arbeiten.
  9. Vollständig auskühlen lassen. Mindestens 30 Minuten warten. Erst beim Abkühlen wird die Hülle richtig fest. Eine noch warme Mandel darf innen etwas weicher wirken; kalt sollte sie deutlich knacken.

Bei einem meiner ersten Tests sah die Mischung nach zwölf Minuten eher wie dicker Schokosirup als wie eine Zuckerkruste aus. Der naheliegende Reflex wäre mehr Zucker gewesen. Ich habe stattdessen nur weitergerührt. Wenige Minuten später wurde die Oberfläche plötzlich stumpf. Solche Übergänge kenne ich aus der Rezepttestküche gut: Die Uhr hilft, wichtiger ist aber, was gerade in der Pfanne passiert.

Nährwerte

WertPro 100 g, ca.Pro Portion, ca. 40 g
Kalorien520 kcal208 kcal
Eiweiß15 g6 g
Fett35 g14 g
Kohlenhydrate33 g13 g

Die Werte sind Näherungen. Wie viel Zuckermasse in der Pfanne zurückbleibt und wie groß der Esslöffel Nutella ausfällt, verändert das Ergebnis.

Zwei echte Varianten für gebrannte Mandeln

Die Nutella-Version ist nicht die einzige Möglichkeit. Wer mehrere Sorten verschenken oder auf einem süßen Buffet anbieten möchte, kann dieselbe Grundtechnik für klassische Zimtmandeln und für eine fruchtigere Kokos-Orangen-Version nutzen. Drei kleine Schalen sehen dort meist besser aus als eine sehr große Portion nur einer Sorte.

1. Klassische gebrannte Mandeln mit Zimt

Knusprige Zimtmandeln im Papierkegel mit Zimtstange

Diese Variante liegt geschmacklich am nächsten an den Mandeln vom Weihnachtsmarkt. Weißer und brauner Zucker ergeben zusammen eine kräftige Karamellnote. Wer keinen braunen Zucker zu Hause hat, verwendet insgesamt 75 Gramm weißen Zucker. Die Hülle wird dann etwas heller und schmeckt geradliniger.

Portionen: 7 kleine Portionen
Gesamtmenge: ca. 280–290 g
Portionsgröße: ca. 40 g
Kalorien: ca. 523 kcal pro 100 g
Vorbereitung: ca. 5 Minuten
Kochzeit: ca. 15–18 Minuten
Abkühlzeit: ca. 30 Minuten
Gesamtzeit: ca. 50 Minuten

Zutaten

  • 200 g ganze Mandeln mit Haut, ungeröstet und ungesalzen
  • 100 ml Wasser
  • 40 g weißer Zucker
  • 35 g brauner Zucker
  • 8 g Vanillezucker, etwa 1 Päckchen
  • 1½ TL gemahlener Zimt
  • optional: 1 kleine Prise Salz

Zubereitung

Zimt-Zucker-Mandeln in einer handgemachten Keramikschale
  1. Backpapier, zwei Gabeln und ein hitzefestes Brett vorbereiten. Die Mandeln kurz durchsehen und beschädigte oder auffällig riechende Exemplare aussortieren.
  2. Wasser, weißen Zucker, braunen Zucker, Vanillezucker und Zimt in die Pfanne geben. Unter Rühren aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Der Zimt schwimmt teilweise an der Oberfläche; das gleicht sich nach Zugabe der Mandeln aus.
  3. Mandeln einrühren und die Hitze auf eine mittlere Stufe stellen. Weiterkochen und regelmäßig vom Pfannenboden nach oben rühren. In den ersten Minuten genügt ruhiges, gleichmäßiges Arbeiten.
  4. Sobald kaum noch freie Flüssigkeit zwischen den Mandeln zu sehen ist, ständig rühren. Der Sirup wird dick, danach wirkt der Zucker plötzlich trocken und hell. Das ist kein misslungener Karamell, sondern der gewünschte Kristallisationspunkt.
  5. Die Hitze etwas reduzieren und weiterrühren. Nach kurzer Zeit beginnen einzelne Zuckerkristalle erneut zu schmelzen. Sobald die Mandeln eine raue, feste Hülle tragen und nur stellenweise glänzen, die Pfanne vom Herd nehmen.
  6. Mandeln sofort auf das Backpapier schütten, mit den Gabeln voneinander lösen und 30 Minuten abkühlen lassen.

In der Bäckerei habe ich früh gelernt, dass Zucker keine Nebenbeschäftigung mag. Ein kurzes Gespräch reicht manchmal, und aus goldbraun wird dunkel. Für diese Mandeln stelle ich deshalb zuerst alles hin und bleibe anschließend an der Pfanne.

Nährwerte

WertPro 100 g, ca.Pro Portion, ca. 40 g
Kalorien523 kcal209 kcal
Eiweiß15 g6 g
Fett35 g14 g
Kohlenhydrate33 g13 g

Die Werte sind Näherungen und hängen davon ab, wie viel Zucker an den Mandeln haftet.

2. Kokos-Orangen-Mandeln

Gebrannte Mandeln mit Kokosflocken und frischer Orangenzeste

Kokos und Orangenschale machen die Mandeln frischer und etwas weniger weihnachtlich. Wichtig ist unbehandelte Orange, weil die Schale direkt in die Zuckermasse kommt. Wer keine frische Orange hat, kann fein geriebene, getrocknete Orangenschale verwenden. Orangenaroma aus dem Fläschchen würde ich nur tropfenweise dosieren; zu viel Flüssigkeit oder Aroma schmeckt schnell künstlich.

Portionen: 8 kleine Portionen
Gesamtmenge: ca. 370–380 g
Portionsgröße: ca. 45 g
Kalorien: ca. 510 kcal pro 100 g
Vorbereitung: ca. 10 Minuten
Kochzeit: ca. 18 Minuten
Abkühlzeit: ca. 30 Minuten
Gesamtzeit: ca. 55–60 Minuten

Zutaten

  • 200 g ganze Mandeln mit Haut, ungeröstet und ungesalzen
  • 100 ml Wasser
  • 100 g Zucker
  • 8 g Vanillezucker, etwa 1 Päckchen
  • fein abgeriebene Schale von 2 unbehandelten Orangen
  • 40 g Kokosraspel
  • 20 g Puderzucker, etwa 2 Esslöffel

Zubereitung

Festlich angerichtete Mandeln mit Kokos und Orange
  1. Die Orangen heiß abwaschen, gut abtrocknen und nur den orangefarbenen Teil der Schale fein abreiben. Die weiße Schicht darunter schmeckt bitter. Backpapier und zwei Gabeln bereitlegen.
  2. Kokosraspel in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten. Dabei häufig rühren. Sobald sie hellgolden werden und deutlich duften, sofort in eine Schüssel geben. In der heißen Pfanne würden sie sonst weiterbräunen.
  3. Die Pfanne kurz auswischen. Wasser, Zucker, Vanillezucker und Orangenschale hineingeben und aufkochen. Rühren, bis sich der Zucker gelöst hat.
  4. Mandeln hinzufügen und bei mittlerer Hitze kochen. Anfangs regelmäßig, später ohne Pause rühren. Die Orangenschale verteilt sich dabei auf der Oberfläche.
  5. Wenn nur noch wenig Flüssigkeit vorhanden und der Sirup sehr dick ist, die gerösteten Kokosraspel einstreuen. Gründlich rühren, damit sie nicht als Klumpen an wenigen Mandeln hängen.
  6. Weiter erhitzen, bis der Zucker trocken und krümelig wird. Die Hitze reduzieren und noch kurz rühren, bis kleine Teile der Hülle wieder zu schmelzen beginnen. Die Kokosraspel dürfen goldbraun, aber nicht dunkel werden.
  7. Mandeln auf das Backpapier geben. Den Puderzucker sofort dünn darüberstäuben und die Mandeln mit zwei Gabeln wenden und trennen. Der Puderzucker bindet die letzten klebrigen Stellen und gibt eine matte Oberfläche.
  8. Vollständig auskühlen lassen. Erst danach in eine Schale oder Verpackung füllen, sonst bildet sich durch die Restwärme Feuchtigkeit.

Nährwerte

WertPro 100 g, ca.Pro Portion, ca. 45 g
Kalorien510 kcal230 kcal
Eiweiß12 g5 g
Fett33 g15 g
Kohlenhydrate41 g18 g

Die Werte sind Näherungen. Vor allem die Menge an Orangenschale und die tatsächlich haftende Puderzuckerschicht können abweichen.

Welche Zutaten lassen sich ersetzen?

Nutella: Eine andere Nuss-Nougat-Creme funktioniert grundsätzlich ebenfalls. Ihre Fett-, Zucker- und Nussanteile unterscheiden sich aber, deshalb kann die Kruste etwas schneller oder langsamer trocknen. Reines Nussmus ist kein direkter Ersatz: Es enthält deutlich weniger Zucker und bildet in dieser Menge keine vergleichbare Hülle.

Backkakao: Gemeint ist ungesüßtes Kakaopulver, kein gezuckertes Getränkepulver. Trinkkakao bringt zusätzlichen Zucker mit und schmeckt meist milder. Falls nur Trinkkakao vorhanden ist, würde ich den Zucker um etwa 5 bis 10 Gramm reduzieren.

Gebrannte Mandeln mit Nutella, Zimt und Kokos-Orange auf einer Steinplatte

Mandeln mit Haut: Sie halten die Zuckerkruste besser als blanchierte Mandeln und schmecken nach dem Rösten kräftiger. Blanchierte Mandeln lassen sich verwenden, werden aber etwas glatter. Gesalzene oder bereits stark geröstete Mandeln passen weniger gut, weil sie beim zweiten Erhitzen trocken oder zu dunkel werden können.

Brauner Zucker: Er kann im klassischen Rezept durch weißen Zucker ersetzt werden. Umgekehrt würde ich nicht ausschließlich sehr feuchten Muscovado verwenden; er bringt mehr Restfeuchte mit und macht den richtigen Endpunkt schwerer erkennbar.

Warum bleiben die Nutella-Mandeln klebrig?

Meist war die Kochzeit zu kurz. Solange Wasser in der Pfanne steckt, bleibt die Hülle sirupartig. Die Mandeln brauchen die trockene, sandige Phase. Sie sehen dann für einen Moment weniger appetitlich aus, werden nach kurzem Weitererhitzen aber wieder gleichmäßiger.

Eine zweite mögliche Ursache ist zu viel Nutella. Die Creme liefert Fett und hält die Oberfläche weich. Für 200 Gramm Mandeln reichen ungefähr 30 Gramm. Wer den Geschmack verstärken möchte, nimmt lieber etwas mehr Backkakao statt einen zweiten großen Löffel Creme.

Auch eine kleine Pfanne kann stören. Liegen die Mandeln in mehreren Schichten, entweicht der Dampf langsamer. Eine breite Pfanne verkürzt den Weg bis zur Kristallisation.

Sind die Mandeln nach dem Abkühlen nur leicht klebrig, können sie noch einmal locker auf Backpapier verteilt werden. Nach ein bis zwei Stunden an einem trockenen Ort wird die Hülle oft fester. Bleiben sie weich und feucht, würde ich sie nicht direkt in ein geschlossenes Glas füllen.

Gebrannte Mandeln mit Nutella, Zimt und Kokos-Orange beim Abkühlen

Weitere typische Fehler in der Pfanne

Der Zucker wird weiß und krümelig: Genau das soll passieren. Erst wenn er anschließend an wenigen Stellen wieder anschmilzt, ist die Hülle stabil genug.

Die Mandeln bekommen eine glatte, harte Karamellschicht: Dann ist zu viel Zucker erneut geschmolzen. Das schmeckt nicht automatisch schlecht, liegt aber näher an Mandelkrokant als an den rauen Mandeln vom Weihnachtsmarkt.

Die Masse riecht bitter: Pfanne sofort vom Herd nehmen. Angebrannter Zucker lässt sich nicht mit Wasser, Kakao oder mehr Nutella retten. Für einen zweiten Versuch besser eine niedrigere Herdstufe wählen.

Viele Mandeln kleben zusammen: Die Masse wurde auf dem Backpapier zu spät getrennt. Zwei Gabeln sollten deshalb schon vor dem Kochen bereitliegen.

Die Pfanne ohne Schrubben reinigen

Die Pfanne nach dem Kochen nicht trocken auskratzen. Einfach mit heißem Wasser füllen und einige Minuten stehen lassen. Der fest gewordene Zucker löst sich dann deutlich leichter. Falls noch ein dunkler Rand haftet, das Wasser kurz in der Pfanne erwärmen und anschließend mit einem weichen Schwamm auswischen.

Für Kinder sind frisch gebrannte Mandeln wegen des heißen Zuckers nichts zum direkten Mitmachen an der Pfanne. Beim Abwiegen oder späteren Befüllen der Tüten können sie helfen, sobald alles vollständig kalt ist. Ganze, harte Mandeln sind außerdem ungeeignet, wenn die Zähne empfindlich sind. Hinweise dazu gibt es auch beim Thema feste Zahnspange.

Kalorien: Warum eine kleine Portion reicht

Mandeln liefern von sich aus viel Energie, dazu kommen Zucker und Nuss-Nougat-Creme. Je nach Variante liegen die fertigen Mandeln ungefähr bei 510 bis 525 Kilokalorien pro 100 Gramm. Eine kleine Portion von 40 Gramm kommt damit auf rund 205 bis 210 Kilokalorien.

Das ist kein Problem, das im Rezept versteckt werden müsste. Gebrannte Mandeln sind eine Süßigkeit. Für eine Kaffeerunde oder ein Dessertbuffet reichen kleine Papiertüten oder Schälchen völlig aus. Ähnlich wie bei frisch frittierten Loukoumades geht es eher um eine kleine warme oder knusprige Portion als um eine große Schüssel pro Person.

Gebrannte Mandeln aufbewahren und verschenken

Die Mandeln müssen vor dem Verpacken vollständig auskühlen. Schon geringe Restwärme erzeugt in einem geschlossenen Glas Feuchtigkeit. Dann wird die Zuckerhülle weich.

Gebrannte Mandeln mit Nutella, Zimt und Kokos-Orange in offenen Gläsern

Ich bewahre sie in einer gut schließenden Dose oder einem Schraubglas an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort auf. Der Kühlschrank ist nicht ideal, weil sich beim Herausnehmen Kondenswasser bilden kann. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt für geschälte Nüsse luftdicht verschlossene Behälter und einen Sinnescheck, wenn eine Packung länger geöffnet war. Riechen Mandeln ranzig oder muffig, gehören sie nicht mehr auf den Tisch.

Die Nutella-Version schmeckt in der ersten Woche am besten, weil ihre Hülle wegen des zusätzlichen Fettes schneller weich werden kann. Klassische Zimtmandeln bleiben bei trockener Lagerung meist länger knusprig. Für Geschenke würde ich sie trotzdem erst kurz vor dem Termin zubereiten.

Zum Verpacken eignen sich kleine Papiertüten, Gläser oder Dosen. In eine Tüte kommen die Mandeln erst, wenn wirklich kein Stück mehr warm ist.

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