Taramas Rezept original griechisch mit drei Taramosalata-Varianten

Taramas Rezept: Original griechisch, mit Kartoffeln oder ohne Brot

Taramas sieht im Kühlregal oft wie ein fertiger rosa Dip aus. Selbst gemacht ist die griechische Fischrogencreme meist deutlich heller, frischer und weniger kompakt. Entscheidend sind gesalzener Fischrogen, Zitrone und Öl. Weißbrot oder Kartoffeln geben der Creme Halt; eine dritte Variante kommt ohne beide Zutaten aus.

Die drei Varianten unterscheiden sich nicht nur durch ihre Grundlage. Mit Brot wird Taramas lockerer, mit Kartoffeln dichter und milder. Ohne beides tritt der salzige Rogen stärker hervor, außerdem verlangt die Emulsion beim Einlaufen des Öls etwas mehr Aufmerksamkeit. Deshalb findest du hier drei vollständige Anleitungen und nicht dieselbe Anleitung mit einer ausgetauschten Zutat.

Was sind Tarama, Taramas und Taramosalata?

Tarama bezeichnet eigentlich den gesalzenen und haltbar gemachten Fischrogen. Taramosalata ist die daraus gerührte griechische Meze: eine Creme aus Rogen, Öl, Zitronensaft und meist Brot oder Kartoffeln. In Deutschland stehen auf Speisekarten und Verpackungen häufig auch die Wörter Taramas, Tarama-Creme oder Fischrogencreme. Gemeint ist dann oft die fertige Taramosalata.

Drei Taramas-Rezepte als griechische Meze mit Pita, Oliven und Gemüse

Traditionell wird Tarama aus dem Rogen von Karpfen, Kabeljau oder Meeräsche hergestellt. Im deutschen Handel sind außerdem gesalzener Herings- und Pollackrogen als praktikable Alternativen erhältlich. Die griechische Köchin Diane Kochilas beschreibt sowohl eingeweichtes Brot als auch gekochte Kartoffeln als klassische Grundlage der Creme. Darum wäre es falsch, nur eine davon zum einzig echten Original zu erklären.

In Griechenland steht Taramosalata besonders am Kathara Deftera, dem ersten Tag der orthodoxen Fastenzeit, zusammen mit dem flachen Sesambrot Lagana auf dem Tisch. Für das Rezept zu Hause brauchst du diesen Anlass natürlich nicht.

Ungefärbter Tarama ist je nach Fischart hellbeige bis blassrosa. Knalliges Pink entsteht meist durch zugesetzte Farbe; allein daran lassen sich Qualität und Frische allerdings nicht beurteilen. Kaufe gesalzenen Rogen, der laut Verpackung verzehrfertig ist, und beachte die dort genannte Lagertemperatur. Fertige Taramosalata aus dem Becher ist kein Ersatz: Sie enthält je nach Produkt bereits Öl, Wasser und weitere Zutaten und lässt sich nicht wie reiner Tarama nach diesen Rezepten aufschlagen.

3 Taramas-Rezepte: mit Brot, Kartoffeln oder ohne beides

Die Mengen ergeben je nach Variante sechs bis acht kleine Meze-Portionen. Zusätzlich zum Gesamtgewicht steht bei jedem Rezept eine Portionsgröße dabei, damit die Nährwertangaben nachvollziehbar bleiben.

1. Klassisches griechisches Taramas-Rezept mit Weißbrot

Taramas Rezept original griechisch mit Brot, Pita und Oliven

Diese Brotversion ist eine klassische griechische Taramosalata. Das eingeweichte Brot mildert Salz und Fischgeschmack und macht die Creme vergleichsweise locker.

  • Für: 6 Personen als Meze
  • Ergibt: etwa 540 g, 6 Portionen à 90 g
  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Zubereitung: 10 Minuten
  • Kühlzeit: 30 Minuten
  • Gesamtzeit: 55 Minuten
  • Kalorien: ca. 329 kcal pro 100 g

Zutaten

  • 100 g weißer Tarama, gesalzen und verzehrfertig
  • 150 g altbackenes Weißbrot ohne Rinde, trocken gewogen
  • 150 ml mildes Olivenöl
  • 50 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 40 g milde Zwiebel oder Schalotte
  • 30–50 ml eiskaltes Wasser
  • kein zusätzliches Salz

Einkauf und Ersatz: Weißer Tarama aus Kabeljau- oder Karpfenrogen passt besonders gut. Gesalzener Herings- oder Pollackrogen funktioniert ebenfalls, schmeckt aber jeweils etwas anders. Stark rauchiger Rogen verändert die Creme deutlich. Ein Teil des Olivenöls darf durch Sonnenblumen- oder Rapsöl ersetzt werden, falls dein Olivenöl bitter oder sehr pfeffrig schmeckt. Vollkornbrot ist möglich, ergibt aber eine dunklere, gröbere Creme. Ohne Fischrogen wird daraus keine Taramosalata; dafür gibt es keinen geschmacklich gleichwertigen vegetarischen Ersatz. Für übriges helles Brot findest du bei den Bruschetta-Ideen weitere Verwendungsmöglichkeiten.

Zubereitung Schritt für Schritt

Taramas Rezept mit Brot – Tarama und eingeweichtes Brot im Mixer
  1. Brot einweichen. Lege das entrindete Brot für 3–5 Minuten in kaltes Wasser. Hebe es heraus und drücke es mit beiden Händen sehr kräftig aus. Es soll weich sein, aber nicht tropfen. Bleibt zu viel Wasser darin, wird die Creme später dünn.
  2. Tarama prüfen. Probiere eine winzige Menge. Der Rogen darf deutlich salzig sein. Ist er extrem salzig, plane zunächst nur 70–80 g ein und gib den Rest nach dem ersten Abschmecken dazu. Verzehrfertige Tarama-Paste würde ich nicht wässern, weil sich dadurch Salzgehalt und Konsistenz schwer kontrollieren lassen.
  3. Grundmasse mixen. Reibe die Zwiebel fein. Gib Tarama, Zwiebel, ausgedrücktes Brot und zunächst 30 ml Zitronensaft in einen Food Processor. Mixe 30–45 Sekunden, bis keine Brotstücke mehr sichtbar sind. Stoppe einmal und schiebe die Masse vom Rand nach unten.
  4. Öl langsam einarbeiten. Lass das Gerät auf mittlerer Stufe laufen. Gieße das Öl erst tropfenweise, danach in einem sehr dünnen Strahl hinein. Plane dafür 3–4 Minuten ein. Zu schnelles Eingießen kann die Emulsion trennen.
  5. Konsistenz einstellen. Mixe zunächst 30 ml eiskaltes Wasser unter. Die Creme soll glatt, leicht glänzend und weich genug zum Dippen sein, aber nicht vom Löffel laufen. Gib bei Bedarf teelöffelweise mehr Wasser dazu.
  6. Abschmecken und kühlen. Rühre den übrigen Zitronensaft portionsweise ein. Stelle Taramas 30 Minuten abgedeckt kalt. Erst danach noch einmal probieren: Kälte dämpft Säure und Salz ein wenig.

Bei Rezepten mit eingeweichtem Brot notiere ich lieber Gramm als Scheiben. Je nach Bäcker kann eine Scheibe 25 oder 70 Gramm wiegen. Hier zählt deshalb das trockene Gewicht; nach dem Einweichen muss das Brot so fest ausgedrückt werden, dass kein Wasser mehr herausläuft.

Nährwerte der Brotversion

NährwertPro 100 g, ca.Pro Portion (90 g), ca.
Energie329 kcal296 kcal
Eiweiß6,7 g6,1 g
Fett27,4 g24,6 g
Kohlenhydrate15,2 g13,7 g

2. Taramas-Rezept mit Kartoffeln

Taramas Rezept mit Kartoffeln – griechische Taramosalata

Kartoffeln machen die Fischrogencreme dichter und etwas erdiger. Für eine glatte, nicht klebrige Textur eignen sich mehligkochende Kartoffeln. Wichtig ist, sie nicht minutenlang im Hochleistungsmixer zu bearbeiten.

  • Für: 6 Personen als Meze
  • Ergibt: etwa 630 g, 6 Portionen à 105 g
  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Kochzeit: 30–35 Minuten
  • Abkühl- und Kühlzeit: 50 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 35 Minuten
  • Kalorien: ca. 237 kcal pro 100 g

Zutaten

  • etwa 350 g mehligkochende Kartoffeln, ungeschält (ergibt nach dem Schälen etwa 300 g)
  • 80 g weißer Tarama, gesalzen und verzehrfertig
  • 140 ml mildes Olivenöl oder 70 ml Olivenöl plus 70 ml Sonnenblumenöl
  • 45 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 30 g milde Zwiebel oder Schalotte
  • etwa 50 ml eiskaltes Wasser
  • kein zusätzliches Salz

Einkauf und Ersatz: Vorwiegend festkochende Kartoffeln gehen zur Not, die Creme wird dann weniger locker. Festkochende Sorten sind für diesen Zweck ungünstiger. Instant-Kartoffelflocken existieren in schnellen Rezepten, schmecken aber anders und nehmen Öl unberechenbarer auf. Süßkartoffeln würde ich nicht einsetzen; ihre Süße passt schlecht zum salzigen Rogen.

Zubereitung Schritt für Schritt

Kartoffeln und Zutaten für griechische Taramosalata
  1. Kartoffeln kochen. Wasche die Kartoffeln gründlich, lasse sie ganz und behalte die Schale zunächst dran. Lege sie in einen Topf, bedecke sie mit kaltem, ungesalzenem Wasser und bringe alles zum Kochen. Gare die Kartoffeln je nach Größe 30–35 Minuten. Ein kleines Messer soll bis zur Mitte ohne harten Widerstand hineingleiten. Ganz und ungeschält nehmen sie weniger Kochwasser auf als geschälte Stücke.
  2. Schälen und ausdampfen lassen. Gieße das Wasser vollständig ab. Sobald du die Kartoffeln anfassen kannst, ziehst du die Schale ab. Presse 300 g geschälte Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse und verteile sie zum Auskühlen auf einem großen Teller. Verarbeite sie erst weiter, wenn sie vollständig kalt sind. Warme Kartoffeln nehmen das Öl anders auf und können die Emulsion schwer machen.
  3. Rogenbasis herstellen. Reibe die Zwiebel sehr fein. Mixe Tarama, Zwiebel und 25 ml Zitronensaft in einem hohen Becher etwa 30 Sekunden glatt.
  4. Öl emulgieren. Lass den Stabmixer laufen und gib ungefähr zwei Drittel des Öls langsam hinzu. Die Masse wird heller und dicker. Hebe den Mixer nicht ständig aus der Creme, sonst arbeitest du unnötig Luft und Spritzer ein.
  5. Kartoffeln einarbeiten. Gib die kalten gepressten Kartoffeln in drei Portionen dazu. Mixe jede Portion nur kurz auf niedriger Stufe ein. Noch sicherer ist ein Handrührgerät mit Rührbesen. Zu langes Pürieren setzt viel Kartoffelstärke frei und macht die Creme klebrig.
  6. Fertigstellen. Rühre das restliche Öl und zunächst 30 ml Eiswasser ein. Füge den übrigen Zitronensaft nach Geschmack hinzu. Ist die Creme zu fest, folgen ein bis zwei weitere Esslöffel Wasser. Vor dem Servieren 30 Minuten kalt stellen.

Nährwerte der Kartoffelversion

NährwertPro 100 g, ca.Pro Portion (105 g), ca.
Energie237 kcal249 kcal
Eiweiß3,9 g4,1 g
Fett21,1 g22,2 g
Kohlenhydrate9,2 g9,7 g

3. Taramas-Rezept ohne Brot und ohne Kartoffeln

Taramas Rezept ohne Brot und Kartoffeln – cremige Taramosalata

Diese Version ist keine Behauptung über das einzig wahre griechische Original, sondern eine bekannte puristische Abwandlung. Der griechische FNL Guide veröffentlicht eine Taramosalata ohne Brot aus 100 g Tarama, 350 ml Öl, Wasser und Zitrone. An diesen Mengen orientiert sich das folgende Rezept. Ohne stärkehaltige Grundlage wird die Creme besonders glatt und erinnert stärker an Mayonnaise.

  • Für: 8 kleine Meze-Portionen
  • Ergibt: etwa 520 g, 8 Portionen à 65 g
  • Vorbereitung: 10 Minuten
  • Zubereitung: 8–10 Minuten
  • Kühlzeit: 30 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 50 Minuten
  • Kalorien: ca. 580 kcal pro 100 g

Zutaten

  • 100 g weißer Tarama, gesalzen und verzehrfertig
  • 150 ml mildes Olivenöl
  • 200 ml Sonnenblumenöl
  • 30 ml frisch gepresster Zitronensaft, bei Bedarf etwas mehr
  • 70 ml eiskaltes Wasser
  • 1 TL fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • kein zusätzliches Salz

Was lässt sich ersetzen? Mildes Öl ist hier besonders wichtig, weil weder Brot noch Kartoffeln Bitterkeit abfangen. Das Sonnenblumenöl lässt sich durch Rapsöl ersetzen. Ein kräftiges, pfeffriges Olivenöl würde ich nicht für die gesamte Ölmenge verwenden. Die Zitronenschale verstärkt das Aroma, kann aber entfallen. Zwiebel gehört in manche Taramosalata-Rezepte, in dieser puristischen Fassung ist sie nicht nötig. Brot und Kartoffeln bleiben bewusst draußen; prüfe bei Glutenunverträglichkeit trotzdem die Zutatenliste des Tarama-Produkts.

Zubereitung Schritt für Schritt

Taramas ohne Brot und Kartoffeln mit Stabmixer zubereiten
  1. Alles kalt bereitstellen. Verwende Tarama und Zitronensaft direkt aus dem Kühlschrank und miss das eiskalte Wasser ab. Die Öle dürfen Zimmertemperatur haben. Verwende einen hohen, schmalen Mixbecher; er hilft dem Stabmixer, die kleine Grundmenge zuverlässig zu erfassen.
  2. Grundlage mixen. Gib Tarama, 15 ml Zitronensaft und die fein abgeriebene Zitronenschale in den Becher. Püriere alles etwa 30 Sekunden auf niedriger Stufe. Schabe die Seiten mit einem sauberen Teigschaber ab.
  3. Emulsion beginnen. Lass den Mixer auf niedriger bis mittlerer Stufe laufen. Gib zunächst zwei Esslöffel Eiswasser hinzu. Lass danach ungefähr 50 ml Öl in einem sehr dünnen Strahl einlaufen. Sobald die Masse sichtbar bindet, folgen wieder etwas Wasser und anschließend weiteres Öl.
  4. Öl und Wasser abwechseln. Arbeite Oliven- und Sonnenblumenöl portionsweise ein und gib dazwischen teelöffelweise das übrige Eiswasser hinzu. Plane dafür mindestens 5 Minuten ein. Bleibt oben flüssiges Öl stehen, pausiere mit dem Eingießen und mixe weiter, bis die Masse wieder homogen aussieht.
  5. Säure einstellen. Mixe den restlichen Zitronensaft portionsweise unter. Probiere erst dann: Je nach Salzgehalt des Rogens kann noch ein Teelöffel Zitronensaft nötig sein. Die Creme soll glatt, luftig und mayonnaiseartig sein. Vor dem Servieren 30 Minuten kühlen.

Falls die Emulsion gerinnt: Gib einen Teelöffel Tarama und einen Esslöffel Eiswasser in einen sauberen Becher. Mixe kurz und arbeite die getrennte Masse anschließend sehr langsam ein. Mehr Zitrone allein repariert die Bindung nicht.

Nährwerte der Version ohne Brot

NährwertPro 100 g, ca.Pro Portion (65 g), ca.
Energie580 kcal377 kcal
Eiweiß4,5 g2,9 g
Fett63,1 g41,0 g
Kohlenhydrate0,7 g0,5 g

Die Nährwerte aller drei Rezepte sind Näherungen auf Grundlage der genannten Mengen. Rogen, Brot und vor allem die tatsächlich aufgenommene Wassermenge verändern die Werte. Maßgeblich bleiben die Angaben auf deinem Tarama-Produkt.

Mit Brot, Kartoffeln oder ohne Brot: Welche Variante passt?

VarianteGrundlageKonsistenzGeschmackBesonderheit
Klassisch mit Broteingeweichtes Weißbrotlocker, leicht körnigmild, zitronigenthält Gluten
Mit Kartoffelnmehligkochende Kartoffelndichter und weichmilder, leicht erdigohne Brot; Produktetikett prüfen
Ohne Brot und Kartoffelnreine Rogen-Öl-Emulsionglatt, mayonnaiseartigkräftig und salzigerhöchste Energiedichte

Für eine große Meze-Platte würde ich die Brotversion wählen. Sie lässt sich leicht dippen und überdeckt andere Vorspeisen nicht. Die Kartoffelvariante passt gut, wenn du eine kompaktere Creme möchtest. Die puristische Emulsion serviere ich in kleineren Mengen.

Taramosalata mit Brot, Kartoffeln, Zitrone und Öl als Zutaten

Die Variante ohne Brot und Kartoffeln ist nicht automatisch „leichter“: Sie enthält pro 100 g mit Abstand am meisten Öl, Fett und Energie. Dafür ist die vorgesehene Portion mit 65 g klein; für eine gemischte Meze-Platte reichen häufig auch 40–50 g. Alle drei Rezepte enthalten Fisch; nur die Brotversion enthält durch die Rezeptur sicher Gluten. Bei Zöliakie solltest du zusätzlich das Etikett des verwendeten Tarama-Produkts auf mögliche Spuren und weitere Zutaten prüfen.

So rettest du zu festen, flüssigen oder salzigen Taramas

Zu fest: Arbeite eiskaltes Wasser teelöffelweise ein. Bei der Kartoffelversion darf es etwas mehr sein. Gib nicht sofort weiteres Öl dazu; das erhöht vor allem Fettgehalt und Schwere.

Zu flüssig: Stelle die Creme zunächst 30 Minuten kalt. Die Brotversion lässt sich mit wenig zusätzlich eingeweichtem und sehr gut ausgedrücktem Brot stabilisieren. Bei Kartoffel-Taramas hilft etwas kalte, gepresste Kartoffel. Die Version ohne Stärke muss mit sehr langsam eingearbeitetem Öl erneut emulgiert werden.

Zu salzig: Zitrone entfernt kein Salz. Sie lenkt nur geschmacklich davon ab. Bei Rezept eins und zwei helfen mehr Brot beziehungsweise Kartoffeln. Ohne Stärke kannst du vorsichtig zusätzliches Öl und Eiswasser emulgieren. Verwende beim nächsten Ansatz zunächst weniger Rogen.

Bitter: Häufig war das Olivenöl sehr kräftig oder wurde im Hochleistungsmixer lange geschlagen. Mische beim nächsten Mal mildes Olivenöl mit neutralem Öl. Eine kleine Menge zusätzliches Brot oder Kartoffel kann eine leichte Bitterkeit mildern; Zucker gehört nicht in die Creme.

Was passt zu Taramas?

Taramas gehört auf eine Meze-Platte mit warmem Pita- oder Lagana-Brot, Gurke, Paprika, Radieschen, Tomaten und Oliven. Wegen des salzigen Rogens würde ich Feta und eingelegtes Gemüse nur in kleinen Mengen danebenstellen.

Geröstetes Brot funktioniert ebenfalls. Für ein kaltes Fischbuffet können außerdem einige Gerichte mit Sardinen dazukommen. Dann reichen von der Fischrogencreme meist 40–60 g pro Person. Wenn du das Menü griechisch abschließen möchtest, passen frisch ausgebackene Loukoumades besser als ein schwerer Kuchen.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Fülle selbst gemachte Taramosalata sofort in ein sauberes, gut schließendes Gefäß und bewahre sie bei höchstens 4 °C auf. Ich würde sie innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Falls die Verpackung des Rogens nach dem Öffnen eine kürzere Frist nennt, gilt diese. Das niedersächsische Landesamt LAVES empfiehlt, zubereitete Speisen abgedeckt nur ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufzubewahren.

Drei Arten griechischer Taramosalata mit Brot und Oliven

Bei Caterings habe ich mir angewöhnt, empfindliche Cremes in kleinen Schalen aufzustellen und aus dem Kühlschrank nachzufüllen. So steht nicht die gesamte Menge lange warm. Einfrieren ist möglich, aber nicht ideal: Nach dem Auftauen kann sich Öl absetzen und die Kartoffelversion wird manchmal körnig.

Häufige Fragen zum Taramas-Rezept

Ist Taramas vegetarisch?

Nein. Tarama besteht aus Fischrogen. Die Creme ist außerdem nicht vegan. Wer Fisch isst, kann sie als pescetarische Vorspeise einordnen.

Kann ich Taramas einen Tag vorher zubereiten?

Ja. Die Creme zieht im Kühlschrank sogar etwas durch. Decke sie luftdicht ab und rühre sie vor dem Servieren kurz durch. Wird sie fester, genügen meist ein bis zwei Teelöffel kaltes Wasser.

Muss Knoblauch hinein?

Nein. Zwiebel ist verbreiteter, aber auch sie lässt sich reduzieren. Knoblauch kommt in manchen Varianten vor, ist für die Grundrezepte jedoch nicht nötig.

Kann ich normalen Kaviar verwenden?

Technisch lässt sich anderer Fischrogen pürieren, doch Geschmack, Salzgehalt und Preis unterscheiden sich stark. Forellen- oder Lachskaviar ergibt keine typische Taramosalata. Verzehrfertiger gesalzener Kabeljau-, Karpfen-, Herings- oder Pollackrogen ist die praktischere Wahl.

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