Vor meinem ersten Festivalwochenende packte ich so, als müsste ich für jede Stimmung ein anderes Leben dabeihaben. Fünf T-Shirts, zwei lange Hosen, ein Buch, das ich nie aufschlug, und eine Jacke, die schon beim Tragen im Zug zu warm war. Was fehlte, waren trockene Socken, ein kleiner Müllbeutel und etwas, das nachts zwischen mich und den kalten Zeltboden kam.
Seitdem beginne ich eine Festival-Packliste nicht mehr mit der Frage, was theoretisch nützlich sein könnte. Ich frage zuerst: Wie lange bleibe ich? Schlafe ich im Zelt? Kann ich vor Ort Essen kaufen? Wie weit muss ich mein Gepäck tragen? Und was sagt die Hausordnung des Festivals zu Taschen, Glas, Kochern, Pavillons und Wasserflaschen?
Ein Festivaltag ohne Camping braucht eine andere Tasche als vier Nächte auf einer Wiese. Diese Packliste fürs Festival trennt deshalb nach Dauer, Camping, Kleidung, Essen, Regen und persönlichen Extras für Frauen und Männer. Sie soll vollständig sein, aber nicht dazu führen, dass du schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Zelt keine Lust mehr auf dein Gepäck hast.
Was grundsätzlich auf eine Festival-Packliste gehört
Fast alles lässt sich in acht Bereiche einteilen:
- Ticket, Ausweis, Geld und Handy
- Kleidung und Schuhe
- Regen- und Sonnenschutz
- Essen und Trinken
- Hygiene und persönliche Medikamente
- Gehörschutz
- Zelt, Schlafplatz und Campingausrüstung
- kleine Dinge für Ordnung, Licht und Reparaturen

Die Menge hängt weniger davon ab, ob das Festival groß oder klein ist, sondern von der Dauer und davon, wie du übernachtest. Für einen Tag ohne Camping reichen wenige Dinge in einer kleinen Tasche. Für drei oder vier Tage kommen Zelt, Schlafsack, trockene Kleidung, Essen und ein brauchbarer Schlafplatz hinzu.
Ein Festival kann eine gute Gelegenheit sein, für ein paar Tage den Kopf freizubekommen. Das klappt allerdings besser, wenn Ticket, Ohrstöpsel und Regenjacke nicht zu Hause liegen.
Festival-Packliste nach Dauer: 1, 2, 3 oder 4 Tage
Die Tabelle ist ein Richtwert. Wer auf dem Gelände frühstückt und weitere Mahlzeiten kauft, braucht weniger Vorräte. Wer schnell friert, nimmt eine zusätzliche Schicht mit. Eine Hose lässt sich meist länger tragen als Socken oder Unterwäsche.
| Bereich | 1 Tag ohne Camping | 2 Tage / 1 Nacht | 3 Tage / 2 Nächte | 4 Tage / 3 Nächte oder länger |
|---|---|---|---|---|
| Kleidung | Tagesoutfit, warmer Pullover oder leichte Jacke | 2 Oberteile, 2× Unterwäsche und Socken, 1 lange Hose | 3 Oberteile, 3× Unterwäsche und Socken plus trockene Reserve, 1–2 Hosen | 4 Oberteile, 4× Unterwäsche und Socken plus trockene Reserve |
| Schuhe | bequeme, eingelaufene Schuhe | Hauptschuhe, bei Regen Ersatz | Hauptschuhe und trockene Ersatzschuhe | zwei brauchbare Paare, davon eines wetterfest |
| Regen | Poncho oder Regenjacke | Poncho, trockene Socken | Regenjacke oder Poncho, Packsäcke, Ersatzschuhe | trocken verpacktes Reserve-Outfit und zusätzliche Socken |
| Essen | kleiner Snack | Frühstück und Snacks | Frühstück, Snacks, 1–2 einfache Mahlzeiten pro Tag | Vorrat plus Möglichkeit zum Nachkaufen oder Auffüllen |
| Trinken | erlaubte Flasche, vor Ort auffüllen | Flasche und Wasser am Campingplatz | Flasche, Becher, eventuell Kanister | regelmäßig auffüllen, keinen unnötig schweren Vorrat schleppen |
| Hygiene | Taschentücher, Sonnencreme, Medikamente | Zahnbürste, kleines Handtuch, Feuchttücher | vollständige Grundausstattung | zusätzliche Verbrauchsartikel |
| Technik | Handy, Ticket, kleine Powerbank | Handy, Kabel, Powerbank | große Powerbank oder erlaubte Ladeoption | zweite Powerbank oder gesicherte Lademöglichkeit |
| Schlafen | entfällt | Zelt, Matte, Schlafsack | komplette Schlafausrüstung | zusätzliche warme Schicht, eventuell Decke |
| Camping | entfällt | Zelt, Heringe, Licht | zusätzlich Reparaturmaterial, Stuhl und Wasserbehälter | mehr Ordnung, Wetterschutz und Ersatzteile |

Für eine 3-Tage-Festival-Packliste rechne ich bei Unterwäsche und Socken mit drei normalen Sets und einer trockenen Reserve, die verschlossen im Zelt bleibt. Bei einer 4-Tage-Festival-Packliste wird nicht automatisch alles doppelt so viel. Zwei Hosen reichen oft, während trockene Socken, Medikamente, Hygieneartikel und Ladestrom tatsächlich knapp werden können.
Ohne Camping: Was für einen Festivaltag reicht
Für eine Festival-Packliste ohne Camping brauchst du deutlich weniger als für ein Wochenende mit Zelt. Eine kleine Bauchtasche oder ein erlaubter Tagesrucksack genügt meistens.
Das würde ich einpacken:
- digitales oder ausgedrucktes Ticket
- Personalausweis
- Krankenversicherungskarte
- Handy mit gespeichertem Ticket-Screenshot
- kleine Powerbank und kurzes Ladekabel
- Bankkarte und etwas Bargeld, getrennt voneinander
- Gehörschutz für die Konzerte
- persönliche Medikamente
- Sonnencreme
- Sonnenbrille und Kopfbedeckung
- Regenponcho oder leichte wasserdichte Jacke
- warmer Pullover für den Abend
- Taschentücher
- kleine Wasserflasche, falls sie erlaubt ist
- kompakter Snack
- Pflaster oder Blasenpflaster
Meine Schwester nahm zu einem eintägigen Open-Air einmal einen großen Rucksack mit, in dem noch ein zweiter Pullover, Sandalen, ein dickes Handtuch und mehrere Getränkeflaschen lagen. Nach zwei Stunden trug sie den Rucksack abwechselnd vorne und hinten, weil beide Schultern wehtaten. Gebraucht hatte sie davon fast nichts.
Für einen Tag zählt nicht Vollständigkeit, sondern Zugriff. Ticket, Ausweis, Geld, Regenponcho und Medikamente gehören so in die Tasche, dass du sie nicht unter Kleidung und Snacks suchen musst.
Wer mit Kindern unterwegs ist, ergänzt Wechselkleidung, passenden Gehörschutz, Wasser, Sonnenhut und eine kleine Notfallkarte mit Telefonnummer.
Camping und Zelten: Zelt, Aufbau und Schlafplatz
Bei zwei bis vier Tagen entscheidet der Schlafplatz ziemlich schnell darüber, wie sich der nächste Morgen anfühlt. Ein teures Zelt ist nicht automatisch nötig. Es sollte aber vollständig, wetterfest und groß genug sein, damit Menschen und Gepäck nicht direkt aufeinanderliegen.

Zelt und Aufbau
Für den Aufbau gehören diese Dinge ins Gepäck:
- vollständiges, wetterfestes Zelt mit allen Stangen und benötigten Teilen
- Heringe plus einige Ersatzheringe
- kleiner Gummi- oder Campinghammer
- Zeltunterlage oder Footprint
- Abspannleinen
- starkes Reparaturband
- einige Kabelbinder
- Müllsäcke oder stabile große Beutel
- Stirnlampe
Baue das Zelt vor der Abfahrt einmal auf. Das klingt übervorsichtig, spart aber Diskussionen auf einer dunkler werdenden Wiese. Du merkst dabei, ob eine Stange fehlt, der Reißverschluss klemmt oder die Aufbauanleitung nur noch aus einem eingerissenen Papier besteht.
Ein Freund nahm zu einem Festival eine große Luftmatratze mit integrierter elektrischer Pumpe mit. Nur hatte niemand geprüft, ob es am Campingplatz einen passenden Stromanschluss gab. Am Ende schlief er halb auf der leeren Matratze, halb auf zwei zusammengelegten Jacken.
Seitdem frage ich bei jedem Teil, das aufgeblasen, geladen oder erhitzt werden soll: Womit genau?
Schlafen im Zelt
Beim Schlafen im Zelt geht es nicht um möglichst viel Komfort. Entscheidend ist eine brauchbare Trennung zwischen Boden, Kälte und Körper.
Dazu gehören:
- Schlafsack passend zur erwarteten Nachttemperatur
- Isomatte oder selbstaufblasende Matte
- kleines Kissen oder zusammengerollter Pullover
- warme Schlafkleidung
- trockene Socken nur fürs Zelt
- Schlafmaske
- Ohrstöpsel zum Schlafen
- leichte Decke bei kalten Nächten
Eine dünne Luftmatratze ohne isolierende Schicht kann nachts überraschend kalt werden. Eine einfache Isomatte ist weniger weich, schützt aber häufig besser vor dem Boden. Wer leicht friert, sollte nicht nur einen wärmeren Schlafsack mitnehmen, sondern auch trockene Kleidung für die Nacht zurücklegen.
So bleiben Kleidung und Schlafsack trocken
Ein Zelt ist kein Schrank. Sobald drei Personen ihre Taschen öffnen, verschwinden Schlüssel, Socken und Ladekabel schnell unter Jacken und Schlafsäcken.
Ich teile mein Gepäck deshalb in drei Gruppen:
- Muss trocken bleiben: Schlafsack, Nachtkleidung, Unterwäsche, Medikamente und Elektronik kommen in verschlossene Packsäcke oder stabile Beutel.
- Muss schnell erreichbar sein: Regenjacke, Stirnlampe, Wasser und Toilettenpapier liegen nahe am Eingang.
- Darf schmutzig oder nass werden: Schuhe, feuchte Kleidung und benutzte Handtücher bleiben in einem eigenen Beutel.
Bei einem verregneten Wochenende in Mecklenburg hatten zwei Freunde ihre Kleidung lose im Vorzelt liegen. Als Wasser unter die Zeltplane lief, waren vor allem die Sachen nass, die dort „nur kurz“ abgelegt worden waren. Mein trockenes Set steckte in einem Müllsack. Nicht elegant, aber trocken.

Wertsachen bleiben besser am Körper oder in einer kleinen Tasche. Ein Vorhängeschloss am dünnen Zeltreißverschluss schützt kaum. Teure Kameras, Schmuck, unnötige Tablets und große Bargeldbeträge würde ich gar nicht erst mitnehmen.
Ausstattung am Campingplatz
Praktisch sind außerdem:
- Campingstuhl
- Stirnlampe statt großer Taschenlampe
- wiederverwendbarer Becher
- Trinkflasche
- Wasserkanister, wenn der Weg zur Wasserstelle lang ist
- kleine Kühlbox
- Küchenrolle oder Lappen
- Müllbeutel
- Wäscheklammern
- faltbarer Behälter für Kleinteile
- Pavillon, sofern er erlaubt ist
- Campingkocher, sofern die Regeln ihn zulassen
Ein Bollerwagen oder Handwagen kann bei einem langen Weg vom Parkplatz helfen. Er lohnt sich aber nur, wenn er ins Auto oder in den Zug passt, der Untergrund befahrbar ist und die Festivalregeln ihn erlauben. Durch tiefen Schlamm wird auch ein guter Wagen schnell zu zusätzlichem Gepäck.
Wer statt im Zelt lieber im Auto übernachten möchte, sollte vorher prüfen, ob das auf dem vorgesehenen Parkplatz gestattet ist. Festivalparkplatz, Campingplatz und Car-Camping-Bereich sind häufig getrennte Flächen.
Was bei einem Gewitter gilt
Bei Gewitter gelten andere Regeln als bei normalem Regen: Ein Zelt ist kein sicherer Schutzraum.
Die VDE-Hinweise zum Zelten und Campen bei Gewitter empfehlen, rechtzeitig ein geschütztes Gebäude oder ein geschlossenes Auto aufzusuchen. Zelte sollten nicht unter einzelnen Bäumen, direkt neben Masten oder an exponierten Stellen aufgebaut werden.
Anweisungen des Veranstalters haben Vorrang. Das Zelt darf nass werden. Menschen gehen zuerst.
Kleidung fürs Festival: Sonne, Kälte und lange Tage
Festival-Kleidung muss nicht besonders aussehen. Sie muss mehrere Stunden Sitzen, Stehen, Staub, feuchtes Gras und einen Temperaturwechsel am Abend aushalten.

Kleidung für warme Tage
Für tagsüber passen:
- leichte T-Shirts oder Tops
- Shorts oder luftige Hose
- Kopfbedeckung
- Sonnenbrille
- dünnes langes Oberteil als Sonnenschutz
- bequeme Unterwäsche
- eingetragene Schuhe
Neue Schuhe sind ein unnötiges Experiment. Blasen entstehen häufig nicht nach zehn Minuten, sondern nach dem dritten Weg zwischen Campingplatz und Bühne.
Kleidung für kalte Nächte
Auch nach einem warmen Nachmittag kann es nachts deutlich kühler werden. Sinnvoll sind:
- Hoodie oder warmer Pullover
- lange Hose
- leichte Jacke
- warme Socken
- Mütze bei kühlen Nächten
- trockenes Shirt zum Schlafen
Dicke Einzelteile brauchen viel Platz. Mehrere dünne Schichten lassen sich besser anpassen. Eine trockene Lage direkt am Körper bringt nachts mehr als eine schwere Jacke über einem feuchten T-Shirt.
Schuhe und Wechselkleidung
Für trockene Tage reichen stabile, eingelaufene Sneaker oder leichte Wanderschuhe. Bei viel Regen sind wasserdichte Schuhe oder einfache Gummistiefel praktisch. Sehr schwere Stiefel werden auf langen Wegen allerdings anstrengend.
Diese Dinge bleiben separat trocken:
- ein vollständiges Reserve-Outfit
- Unterwäsche
- mehrere Paar Socken
- Schlafshirt
- leichte Hose
- zweites Paar Schuhe, wenn genug Platz ist
Eine Festival-Klamotten-Packliste muss nicht für jeden Tag ein komplett neues Outfit enthalten. Oberteile, Socken und Unterwäsche wechselst du häufiger. Hose, Hoodie und Jacke können mehrere Tage funktionieren.
Was bei Regen zusätzlich ins Gepäck gehört
Eine Festival-Packliste bei Regen besteht nicht nur aus Gummistiefeln. Regen kommt von oben, Wasser sammelt sich aber auch am Boden, läuft an Taschen entlang und landet über nasse Kleidung im Zelt.

Einpacken würde ich:
- Regenponcho oder wasserdichte Jacke
- Schuhe mit wasserfestem Obermaterial
- trockene Ersatzschuhe
- zusätzliche Socken
- trockenes Reserve-Outfit im verschlossenen Beutel
- wasserdichte Handyhülle
- Müllbeutel für nasse Kleidung
- Zeltunterlage
- zusätzliche Heringe
- Reparaturband
- kleines, schnell trocknendes Handtuch
- Lappen für den Zelteingang
Ein Poncho schützt häufig auch den kleinen Rucksack. Bei Wind flattert er allerdings stark und kann hängen bleiben. Eine Regenjacke sitzt besser, deckt aber die Tasche nicht ab. Beides kann sinnvoll sein, wenn mehrere Regentage angekündigt sind.
Stelle nasse Schuhe nicht mitten auf die Schlafmatte. Lege einen festen Bereich im Vorzelt oder nahe am Eingang fest. Das verhindert, dass nachts jemand mit trockenen Socken in eine Pfütze tritt.
Bei Starkregen oder Gewitter reicht bessere Kleidung nicht. Prüfe Wetterwarnungen, beachte Lautsprecherdurchsagen und folge den Wegen zu ausgewiesenen Schutzbereichen.
Essen und Trinken fürs Festival
Essen fürs Festival soll satt machen, Hitze aushalten und nicht den halben Rucksack wiegen. Was gekühlt werden muss, ist ohne sichere Kühlkette nur für kurze Zeit geeignet.
Das Bundeszentrum für Ernährung weist bei Festivalessen ohne sichere Kühlung darauf hin, dass Fleisch, viele Ersatzprodukte und vorbereitete Salate gekühlt bleiben müssen. Haltbare Dosengerichte sind unkomplizierter, sollten zum Erhitzen aber in einen geeigneten Topf umgefüllt werden.
Essen ohne Kühlung
Gut transportierbar sind:
- Haferflocken oder Müsli
- kleine, ungeöffnete Portionspackungen mit H-Milch oder Pflanzendrink, die nach dem Öffnen vollständig verbraucht werden
- Brot, Wraps oder Knäckebrot
- Nüsse
- Trockenfrüchte
- Müsliriegel
- Cracker
- ungeöffnete haltbare Aufstriche oder kleine Portionspackungen
- robustes Obst
- Dosensuppen oder Eintöpfe
- Instantgerichte
- Couscous oder schnell garende Nudeln
- Kichererbsen oder Bohnen aus der Dose
Eine geöffnete Packung Milch, Pflanzendrink oder Aufstrich gehört nicht für den nächsten Tag in ein warmes Zelt. Verwende deshalb kleine Portionen, die du nach dem Öffnen direkt aufbrauchst.
Für jeden Tag plane ich ein einfaches Frühstück, zwei kleine Snacks und eine Reserve-Mahlzeit. Alles Weitere kann vom Gelände kommen, sofern Preise und Angebot passen. Das ist leichter, als vier Tage komplette Selbstversorgung mitzuschleppen.
Getränke
Wasser ist wichtiger als eine große Auswahl. Nimm eine robuste Mehrwegflasche und kläre, ob leere Flaschen mit auf das Gelände dürfen.
Auf dem Campingplatz kann ein Kanister praktisch sein, wenn der Weg zur Wasserstelle lang ist. Voll gefüllt wird er allerdings schwer. Häufig ist es angenehmer, kleinere Mengen regelmäßig nachzufüllen.
Kaffee oder Tee sind nett, aber kein Grund, eine halbe Küche einzupacken. Ein kleiner Becher und eine einfache Zubereitung reichen.

Kochen am Campingplatz
Prüfe vor der Fahrt:
- Sind Gaskocher erlaubt?
- Gibt es ausgewiesene Kochflächen?
- Sind offene Flammen verboten?
- Darf Kohle verwendet werden?
- Sind Glasbehälter ausgeschlossen?
Falls Kochen erlaubt ist, brauchst du:
- Kocher und passenden Brennstoff
- Feuerzeug
- kleinen Topf
- Löffel oder Gabel
- Becher und Teller
- Dosenöffner
- Messer nur im erlaubten Rahmen
- Schwamm oder Lappen
- Müllbeutel
Der beste Essensplan funktioniert nicht, wenn der Kocher am Eingang abgegeben werden muss.
Hygiene, Gehörschutz und kleine Festival-Apotheke
Für zwei Tage reicht eine kleine Kulturtasche. Bei vier Tagen gehen Verbrauchsartikel schneller aus, als du denkst.
Zur Grundausstattung gehören:
- Zahnbürste und Zahnpasta
- Toilettenpapier oder Taschentücher
- Feuchttücher
- Handdesinfektionsmittel
- kleines Handtuch
- Duschgel und Shampoo in kleinen Behältern
- Sonnencreme
- Insektenschutz
- Blasenpflaster
- normale Pflaster
- persönliche Medikamente in ausreichender Menge
- Schmerzmittel oder Allergiemittel nur, wenn du sie kennst und verträgst
- Kontaktlinsenzubehör oder Ersatzbrille
- bei Bedarf Verhütungsmittel oder Kondome
Zwei verschiedene Arten Ohrstöpsel sind sinnvoll: geprüfter Musik-Gehörschutz vor den Bühnen und weichere Ohrstöpsel zum Schlafen.
Das Bundesgesundheitsportal empfiehlt bei lauten Veranstaltungen wie Konzerten geprüften Gehörschutz. Pfeifen, Rauschen oder dumpfes Hören nach lauter Musik sind Warnzeichen und kein normaler Festivalbonus.
Medikamente bleiben trocken, beschriftet und möglichst in der Originalverpackung. Wer regelmäßig etwas einnimmt, packt etwas Reserve ein und trägt die wichtigste Dosis nicht tief im großen Campingrucksack.
Persönliche Extras für Frauen und Männer
Die Grundausstattung unterscheidet sich kaum. Ticket, Regenjacke, Schlafsack, Wasser, Gehörschutz und trockene Socken sind nicht weiblich oder männlich. Unterschiede entstehen vor allem durch Körper, Gewohnheiten und persönliche Pflege.
Festival-Packliste für Frauen
Eine Festival-Packliste für Frauen kann zusätzlich enthalten:
- Menstruationsprodukte plus Reserve
- kleiner verschließbarer Beutel zur Entsorgung
- Ersatz-BH oder Sport-BH
- Haargummis und Klammern
- Trockenshampoo
- persönliche Pflegeprodukte
- kleine Kosmetiktasche
- kompakter Spiegel
- vertrautes Mittel gegen Regelschmerzen
- Kontaktlinsenzubehör
- bequeme Schlafkleidung

Menstruationsprodukte gehören nicht lose ganz unten in die große Tasche. Eine kleine, unauffällige Tasche für Toilettengänge ist praktischer.
Festival-Packliste für Männer
Eine Festival-Packliste für Männer kann je nach persönlicher Routine zusätzlich enthalten:
- Rasierer oder Bartpflege
- Deo und persönliche Hautpflege
- zusätzliche Unterwäsche
- Kontaktlinsenzubehör oder Ersatzbrille
- persönliche Medikamente
Vieles davon gehört genauso in andere Taschen. Beim Packen zählt die einzelne Person, nicht die Überschrift. Wer andere Pflegeprodukte, Medikamente oder persönliche Extras braucht, ergänzt die Liste entsprechend.
Handy, Powerbank, Geld und Dokumente
Diese Dinge gehören nicht lose an verschiedene Stellen:
- Ticket
- Personalausweis
- Krankenversicherungskarte
- Bankkarte
- etwas Bargeld
- Handy
- Ladekabel
- Powerbank
- Notfallkontakte
- Adresse des Campingplatzes
- vereinbarter Treffpunkt der Gruppe
- Screenshot vom Ticket
- Screenshot vom Lageplan
- wasserdichte Hülle oder Zip-Beutel
Speichere Ticket, Anreise und wichtige Nummern so, dass du sie auch ohne stabiles Netz findest. Teile Bargeld und Karte auf zwei sichere Stellen auf.

Eine kleine Powerbank reicht für einen Tag. Für drei oder vier Tage brauchst du entweder mehr Kapazität, eine zweite Powerbank oder eine verlässliche Lademöglichkeit.
In einer Gruppe lohnt sich eine einfache Absprache: Wer hat Zeltwerkzeug, wer den Wasserkanister, wer den Kocher? Vier Hämmer und kein Dosenöffner sind keine gute Arbeitsteilung.
Was besser zu Hause bleibt
Nicht alles, was Platz im Auto hat, gehört auf den Campingplatz.
Zu Hause bleiben besser:
- teurer Schmuck
- unnötige Elektronik
- große Lautsprecher
- Glasflaschen
- empfindliche Kleidung
- neue Schuhe
- große Mengen Bargeld
- Werkzeuge ohne klaren Zweck
- Campingkocher, wenn sie verboten sind
- riesige Vorräte, die du vor Ort nachkaufen kannst
- Dekoration, die Wege blockiert
- schwere Möbel
- Dinge, deren Verlust das Wochenende ruinieren würde
Prüfe vor der Abfahrt die Regeln des konkreten Festivals. Die Packliste kann nicht wissen, welche Taschengröße, Behälter, Kocher, Pavillons, Bollerwagen oder Getränke dort erlaubt sind.
So packst du, ohne zu viel mitzunehmen
Lege zuerst alles nach Bereichen auf den Boden: Schlafen, Kleidung, Hygiene, Essen, Technik und Regen. Danach entfernst du doppelte Funktionen.
Drei Pullover sind selten nötig. Zwei verschiedene Taschenlampen ebenfalls nicht. Ein stabiler Müllbeutel kann dagegen nasse Kleidung aufnehmen, den Rucksack im Zelt schützen oder kurzfristig als Unterlage dienen.
Ich packe zuletzt nach Zugriff:
- am Körper: Handy, Ticket, Geld, Gehörschutz
- oben im Rucksack: Regenjacke, Wasser, Snack
- trocken verschlossen: Schlafsack, Nachtkleidung, Medikamente
- unten oder außen: Zelt, Matte, Schuhe
- gemeinsam verteilt: Hammer, Kocher, Wasserkanister, Reparaturzeug

Heb den fertig gepackten Rucksack einmal hoch und geh damit ein paar Minuten durch die Wohnung oder das Treppenhaus. Wenn er dort schon unangenehm ist, wird der Weg vom Parkplatz nicht besser.
Die Packliste muss nicht jeden Gegenstand enthalten, der irgendwann nützlich sein könnte.
Häufige Fragen zur Festival-Packliste
Was gehört auf eine Festival-Packliste?
Ticket, Ausweis, Geld, Handy, Powerbank, Gehörschutz, wettergerechte Kleidung, bequeme Schuhe, Sonnen- und Regenschutz, Wasser, Snacks, Hygieneartikel und persönliche Medikamente. Beim Camping kommen Zelt, Matte, Schlafsack, Licht und Reparaturmaterial hinzu.
Was braucht man für einen Tag Festival ohne Camping?
Eine kleine Tasche mit Ticket, Ausweis, Handy, Powerbank, Geld, Gehörschutz, Sonnencreme, Regenponcho, warmer Schicht, Wasser und Snack reicht meistens aus.
Was braucht man für zwei Tage Festival?
Für zwei Tage brauchst du neben Ticket, Kleidung, Hygieneartikeln und persönlichen Medikamenten ein Zelt, eine Matte, einen Schlafsack, Wechselwäsche, Regenkleidung, eine Powerbank sowie Frühstück und Snacks. Ein großes Vorratslager ist für eine Nacht meistens nicht nötig.
Was braucht man für drei Tage Festival?
Eine 3-Tage-Festival-Packliste enthält drei Sets Unterwäsche und Socken plus trockene Reserve, mehrere Oberteile, eine warme Schicht, Regenkleidung, Camping- und Schlafausrüstung, Hygiene, Medikamente, Powerbank sowie Essen oder Geld für die Verpflegung.
Was braucht man für vier Tage Festival?
Bei vier Tagen werden trockene Reservekleidung, Ladestrom, Medikamente und Verbrauchsartikel wichtiger. Du brauchst nicht vier Hosen, aber genug Unterwäsche, Socken, Sonnenschutz und eine klare Lösung für nasse Sachen.
Was braucht man beim Festival-Camping?
Zelt, Heringe, Hammer, Unterlage, Schlafsack, Isomatte, Stirnlampe, trockene Kleidung, Wasserbehälter, Müllbeutel und Reparaturband. Stuhl, Pavillon, Kühlbox, Bollerwagen und Kocher hängen von Platz und Regeln ab.

Was braucht man auf einem Festival bei Regen?
Regenjacke oder Poncho, wetterfeste Schuhe, trockene Ersatzsocken, ein verschlossenes Reserve-Outfit, Beutel für nasse Sachen, wasserdichten Schutz fürs Handy, Zeltunterlage, zusätzliche Heringe und ein kleines Handtuch.
Was ich am Abend vor der Abfahrt prüfe
Ticket und Ausweis kommen in die kleine Tasche. Medikamente, Gehörschutz und Powerbank daneben. Danach prüfe ich Zeltstangen, Heringe, Schlafsack und das trocken verpackte Kleidungsset. Dann schließe ich den Rucksack und stelle ihn an die Tür.
