Hauptberuflich arbeite ich als freie Redakteurin und Autorin für Mode-, Beauty- und Lifestyle-Themen. Ich entwickle und bearbeite redaktionelle Inhalte, Produkttexte und digitale Formate und beschäftige mich damit, wie Produkte verständlich beschrieben, eingeordnet und visuell präsentiert werden können.
Bei THE LIVES betreue ich die Kolumne Mode & Beauty. Dort schreibe ich persönlicher über Themen, die mich auch in meiner täglichen Arbeit begleiten: tragbare Mode, Passform, Materialien, Accessoires, Make-up, unkomplizierte Pflege und Düfte. Besonders interessant finde ich die Frage, wie Mode und Beauty zusammenwirken und wie daraus ein persönlicher Stil entsteht.
Mein fachlicher Hintergrund liegt in Kommunikation und digitalen Medien. Ich habe Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin studiert und nach dem Bachelor auch den Master abgeschlossen. Während des Studiums beschäftigte ich mich unter anderem mit Kommunikations- und Medienwissenschaften, strategischer Kommunikationsplanung sowie verbaler und audiovisueller Kommunikation. Besonders interessant waren für mich die Bereiche, in denen Text, Bild und Gestaltung zusammenkommen und Inhalte für unterschiedliche Medien verständlich aufbereitet werden müssen.
Nach dem Studium wechselte ich stärker in die redaktionelle Arbeit. Bevor ich mich als freie Redakteurin auf eigene Projekte und unterschiedliche Auftraggeber konzentrierte, war ich im Umfeld von Mode-E-Commerce und digitalen Redaktionen tätig.
Zu meinen Aufgaben gehörten dort unter anderem Produkt- und Redaktionstexte, die Auswahl von Bildmaterial sowie die Prüfung von Angaben zu Passform, Material und Pflege. Diese Arbeit hat meinen Blick auf Mode bis heute geprägt.
Gerade im Onlinehandel habe ich gemerkt, wie schnell wichtige Informationen zwischen schönen Produktfotos und knappen Beschreibungen verloren gehen. Eine Größenangabe allein sagt wenig darüber aus, wie ein Blazer an den Schultern sitzt, ob eine Hose beim Tragen nachgibt oder wie sich ein Stoff nach einigen Stunden anfühlt.
Bei meinen Recherchen vergleiche ich deshalb Angaben verschiedener Anbieter, schaue mir Materialzusammensetzungen und Pflegehinweise an und prüfe, ob Produktbeschreibungen zu den praktischen Eigenschaften eines Kleidungsstücks passen. Bei Themen zu Stoffen oder Passform verlasse ich mich ungern auf eine einzige Quelle. Je nach Thema kommen Herstellerinformationen, textile Fachinformationen und eigene Beobachtungen dazu.
Fehlkäufe gehören für mich genauso zur Mode wie Lieblingsstücke. Manche Probleme zeigen sich erst später: Ein Pullover verliert schnell die Form, eine Hose passt zwar, lässt sich aber kaum mit dem Rest des Kleiderschranks kombinieren, oder Schuhe sind nach einer Stunde deutlich unbequemer als bei der ersten Anprobe. Solche Erfahrungen liefern oft interessantere Fragen für einen Artikel als eine reine Liste aktueller Trends.
Bei Mode interessieren mich tragbare Ideen mehr als kurzfristige „Must-haves“. Ich beschäftige mich mit Alltagsmode, Schuhen und Accessoires, Capsule Wardrobes, Secondhand und saisonalen Entwicklungen. Mich interessiert, warum ein bestimmter Schnitt zurückkehrt, weshalb sich ein Stoff beim Tragen bewährt oder warum eine Kombination, die auf Fotos überzeugend aussieht, im eigenen Kleiderschrank kaum funktioniert. Welche Marke gerade besonders viel Aufmerksamkeit bekommt, ist für mich dabei zweitrangig.
Über meine redaktionelle Arbeit mit Lifestyle-Inhalten kamen später auch Beauty-Themen dazu. Make-up, Pflege und Düfte wurden mit der Zeit zu einem festen Teil meiner Arbeit und ergänzen heute meinen Blick auf Kleidung und persönlichen Stil.
Bei Make-up interessiert mich vor allem die praktische Seite. Ich achte darauf, wie sich Texturen anfühlen, wie ein Produkt im Laufe des Tages aussieht und welche Farben zum Hautton, zur Kleidung und zum persönlichen Stil passen. Ein Look kann eine gute Inspiration sein, ohne dass man ihn vollständig übernehmen muss. Manchmal verändern schon eine andere Lippenfarbe, ein zurückhaltenderes Augen-Make-up oder ein einzelnes Detail die Wirkung eines Outfits.
Beim Thema Pflege bleibe ich bewusst im Lifestyle-Bereich. Ich schreibe nicht aus medizinischer Perspektive. Mich interessieren Anwendung, Texturen, Gewohnheiten und Pflegeschritte, die sich unkompliziert in eine tägliche Routine integrieren lassen. Gerade bei neuen Produkten schaue ich lieber genauer hin, statt jede neue Empfehlung sofort zu übernehmen.
Düfte gehören für mich ebenfalls zum persönlichen Stil. Ich beschäftige mich mit unterschiedlichen Duftfamilien und damit, warum manche Düfte besser in den Sommer passen und andere eher in die kühlere Jahreszeit. Interessanter als eine große Sammlung finde ich, welche Düfte man tatsächlich regelmäßig trägt und zu welchen man je nach Jahreszeit oder Stimmung immer wieder greift.
Gerade die Verbindung zwischen Mode und Beauty macht meine Kolumne für mich interessant. Ein schlichtes Outfit kann mit anderen Schuhen, Schmuck oder einer kräftigeren Lippenfarbe eine völlig andere Wirkung bekommen. Umgekehrt braucht ein auffälliger Make-up-Look nicht automatisch auffällige Kleidung. Persönlicher Stil entsteht für mich häufig aus solchen kleinen Entscheidungen und nicht aus einem vollständig vorgegebenen Look.
Secondhand und Vintage sind ebenfalls Themen, mit denen ich mich regelmäßig beschäftige. Dort achte ich vor allem auf ältere Schnitte, Stoffe und Verarbeitungsweisen. Auf Flohmärkten und in Vintage-Läden entdecke ich immer wieder Details, die in aktuellen Kollektionen kaum noch zu sehen sind – oder einige Jahre später in leicht veränderter Form zurückkehren.
Auch Reisen liefern mir immer wieder Ideen. Ich achte weniger auf große Modeevents als auf das, was tatsächlich auf der Straße getragen wird: Schuhe, Jacken, Proportionen, Farben, Schmuck und manchmal auch Make-up-Looks, die sich von Stadt zu Stadt unterscheiden. Viele dieser Eindrücke fotografiere ich oder halte sie kurz in meinen Notizen fest. Nicht jede Beobachtung wird sofort zu einem Artikel; manche taucht erst Monate später bei einer Recherche wieder auf.
Mein eigener Kleiderschrank verändert sich eher langsam. Ich kombiniere ältere Stücke mit neuen Basics, lasse Kleidung bei Bedarf ändern oder reparieren und kaufe lieber einzelne Dinge, die sich unterschiedlich tragen lassen, als einen kompletten Look für eine Saison.
Außerdem sammle ich ältere Mode- und Designmagazine, stöbere gern auf Flohmärkten und fotografiere unterwegs. Wenn es einmal nicht um meine Arbeit, Mode, Beauty oder die nächste Kolumne geht, lese ich am liebsten Krimis.
In meiner Kolumne Mode & Beauty bei THE LIVES geht es vor allem um praktische Fragen und persönliche Beobachtungen: um Kleidung, die auch nach mehreren Stunden noch funktioniert, um Materialien, die sich beim Tragen bewähren, und um Make-up, Pflege oder Düfte, die zum eigenen Stil passen.


