Loukoumades Rezept original einfach mit Honig, Zimt und Sesam

Loukoumades Rezept original: Griechische Honigbällchen einfach selber machen

Der erste Loukoumas wird selten rund. Statt einer Kugel schwimmt ein goldener Teigstern im Öl, der nächste bekommt einen Zipfel. So weich darf der Teig sein.

Das ist kein Fehler. Kleine Teigportionen gehen im Öl auf und werden goldbraun. Auf die warmen Bällchen kommen Honig, Zimt, Walnüsse, Sesam oder Pistazien.

In der Testküche eines Kochbuchverlags habe ich gelernt, weichen Teig nicht vorschnell mit Mehl zu verändern. Bei Loukoumades sorgen die Luftblasen im Teig für die lockere Mitte.

Es folgen drei Varianten: klassisch, schnell und mit Pistazien.

Die Nährwerte bleiben Näherungen, weil der Teig unterschiedlich viel Öl aufnimmt und auch Honig, Sesam oder Nüsse die Werte verändern.

Was sind Loukoumades?

Loukoumades sind kleine frittierte Teigbällchen: außen knusprig, innen luftig. Auf der offiziellen griechischen Tourismusseite wird das traditionelle Loukoumades-Rezept aus Mehl, Trockenhefe, lauwarmem Wasser, etwas Zucker und Salz beschrieben. Nach dem Frittieren kommen Honig, gemahlener Zimt und Sesam darüber.

Loukoumades Rezept original: knusprige Bällchen mit Honig und Nüssen

Der Singular lautet Loukoumas, gebräuchlicher ist der Plural Loukoumades. Anders als Krapfenteig wird der weiche Teig nicht ausgerollt. Er kommt mit einem Löffel direkt ins Öl, daher sind unregelmäßige Formen normal.

Frisch schmecken Loukoumades am besten. Honig oder Sirup macht die knusprige Hülle nach und nach weich.

Loukoumades selber machen: Teig, Öl und Temperatur

Vor dem Frittieren sollten Honig, Zimt, Nüsse, Küchenpapier und eine Schaumkelle bereitstehen.

Zum Ausbacken eignet sich ein neutrales, hocherhitzbares Öl, zum Beispiel Sonnenblumenöl oder raffiniertes Rapsöl. Olivenöl wird ebenfalls verwendet, schmeckt aber kräftiger.

Die Öltemperatur sollte ungefähr 170 bis 175 °C betragen. Bei der Pistazienvariante sind auch 180 °C möglich. Der Teig zeigt recht schnell, ob die Temperatur stimmt:

  • Steigt er langsam auf und bleibt lange blass, ist das Öl zu kalt.
  • Wird er sofort dunkel, bevor er sich aufblähen kann, ist das Öl zu heiß.
  • Bilden sich direkt kleine Bläschen und steigt die Portion zügig auf, stimmt die Richtung.

Bei einem meiner ersten Versuche war das Öl zu kalt. Die Loukoumades wurden schwer; nach dem Nachheizen bekamen die nächsten eine dünnere Kruste.

Loukoumades Rezept original: knusprige Bällchen mit Honig und Zimt

Ein Küchenthermometer erspart Rätselraten. Ohne Thermometer dient ein kleiner Tropfen Teig als Test: Er sollte sofort von Bläschen umgeben sein, aber nicht in wenigen Sekunden dunkel werden.

Ich würde nur wenige Bällchen gleichzeitig frittieren. Fünf bis sechs reichen für einen mittelgroßen Topf. Mehr Teig senkt die Temperatur und kann zusammenkleben.

Drei Loukoumades-Rezepte: original, einfach und mit Pistazien

Das klassische Rezept wird luftig, die schnelle Version süßer und die Pistazienvariante festlicher.

VarianteGeeignet fürBesonderheit
Original mit Hefeklassischer Geschmackluftig, knusprig, mit Honig und Zimt
Zwei-Zutaten-Versionspontane Zubereitungkeine Gehzeit, schnell angerührt
Mit Pistazien und SesamDessert für Gästenussiger und etwas festlicher

1. Loukoumades Rezept original mit Honig, Zimt und Sesam

Loukoumades Rezept original mit Hefeteig, Honig, Zimt und Sesam auf einer hellen Keramikplatte

Diese Version bleibt nah an der klassischen griechischen Grundlage aus Mehl, Wasser, Hefe, Zucker und Salz. Milch und Öl kommen nicht in den Teig. Nach dem Frittieren folgen Honig, Zimt und Sesam; Walnüsse sind eine mögliche Abwandlung.

Für: etwa 35 bis 40 kleine Loukoumades oder 6 Portionen
Vorbereitung: ca. 20 Minuten
Gehzeit: ca. 40 Minuten
Frittierzeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 80 Minuten
Kalorien: ca. 350 kcal pro 100 g

Zutaten

Für den Teig:

  • 450 g Weizenmehl Type 405
  • 450 ml lauwarmes Wasser
  • 8 g Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • 1 gestrichener TL Salz

Zum Frittieren und Servieren:

  • etwa 1 l Sonnenblumenöl, Rapsöl oder mildes Olivenöl
  • 250 g flüssiger Honig
  • 1 bis 2 TL gemahlener Zimt
  • 40 g gerösteter Sesam oder gehackte Walnüsse

Die genaue Ölmenge hängt vom Topfdurchmesser ab. Wichtig ist, dass die Loukoumades frei schwimmen und der Topf höchstens bis zur Hälfte gefüllt ist.

Zubereitung

  1. Etwa 100 ml des lauwarmen Wassers mit Zucker und Trockenhefe verrühren. Fünf Minuten stehen lassen. Das Wasser darf nicht heiß sein.
  2. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben. Die Hefemischung und das restliche Wasser nach und nach dazugießen.
  3. Alles zwei bis drei Minuten mit einem Schneebesen, Kochlöffel oder Handmixer zu einem glatten Teig verrühren. Er bleibt weich, klebrig und wesentlich flüssiger als gewöhnlicher Hefeteig. Kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
  4. Die Schüssel abdecken und den Teig etwa 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Er ist bereit, wenn er sichtbar lockerer geworden ist und viele kleine Blasen zeigt.
  5. Den Honig leicht erwärmen, damit er dünnflüssiger wird. Er soll nicht kochen. Zimt und Sesam oder Walnüsse bereitstellen.
  6. Das Frittieröl in einem hohen Topf auf etwa 170 bis 175 °C erhitzen. Der Topf darf höchstens bis zur Hälfte gefüllt sein.
  7. Einen Teelöffel in Wasser oder Öl tauchen. Eine kleine Teigportion abstechen und vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen. Den Löffel vor jeder neuen Portion erneut anfeuchten.
  8. Jeweils fünf bis sechs Bällchen etwa drei Minuten ausbacken. Mit einer Schaumkelle vorsichtig bewegen und wenden, bis sie rundherum goldbraun sind.
  9. Die fertigen Loukoumades kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm auf eine große Platte geben, mit Honig beträufeln und mit Zimt sowie Sesam oder Walnüssen bestreuen.

Nährwerte

WertPro 100 g, ca.Pro Stück, ca. 28 g
Kalorien350 kcal98 kcal
Eiweiß4,9 g1,4 g
Fett13 g3,6 g
Kohlenhydrate52 g14,6 g

2. Einfaches Loukoumades-Rezept mit zwei Zutaten

Einfaches Loukoumades Rezept aus zwei Zutaten als kleine Portion mit Honig, Zimt und Orangenzeste

Diese schnelle Version ist nicht das traditionelle Original. Sie geht auf ein Zwei-Zutaten-Rezept von Akis Petretzikis mit selbstaufgehendem Mehl und kohlensäurehaltiger Orangenlimonade zurück. Das Ergebnis ist süßer, dafür entfällt die Gehzeit.

Für: etwa 70 bis 80 kleine Loukoumades
Vorbereitung: ca. 10 Minuten
Frittierzeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 30 Minuten
Kalorien: ca. 340 kcal pro 100 g

Zutaten

  • 480 g selbstaufgehendes Mehl
  • 500 ml kohlensäurehaltige Orangenlimonade
  • etwa 400 bis 500 ml Sonnenblumenöl zum Frittieren
  • 120 g Honig
  • 40 g gehackte Walnüsse
  • 1 TL gemahlener Zimt

Falls selbstaufgehendes Mehl nicht erhältlich ist:

  • 480 g Weizenmehl Type 405
  • 16 g Backpulver

Zubereitung

  1. Das selbstaufgehende Mehl in eine große Schüssel geben. Bei der Ersatzmischung Mehl und Backpulver vorher gründlich vermengen.
  2. Die kalte Orangenlimonade nach und nach dazugießen. Mit einem Schneebesen nur so lange rühren, bis ein glatter, zähflüssiger Teig entsteht.
  3. Nicht minutenlang schlagen. Die Kohlensäure hilft beim Auflockern und soll nicht vollständig aus dem Teig gerührt werden.
  4. Das Öl in einem hohen Topf auf etwa 170 °C erhitzen.
  5. Einen Teelöffel leicht ölen. Sehr kleine Teigportionen abstechen und vorsichtig ins Öl geben. Der Teig geht beim Frittieren deutlich auf.
  6. Jeweils sechs bis acht Bällchen zwei bis drei Minuten ausbacken. Mehrmals wenden, damit sie gleichmäßig Farbe bekommen.
  7. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  8. Auf einer Platte anrichten, mit Honig beträufeln und mit Zimt sowie gehackten Walnüssen bestreuen.

Nährwerte

WertPro 100 g, ca.Pro Stück, ca. 15 g
Kalorien340 kcal51 kcal
Eiweiß5,1 g0,8 g
Fett9,5 g1,4 g
Kohlenhydrate58 g8,7 g

3. Loukoumades mit Pistazien, Honig und Sesam

Loukoumades Rezept original mit Honig, Pistazien und Sesam auf einer ovalen Servierplatte

Diese Abwandlung verwendet neben Wasser auch Milch. Die Mengen orientieren sich an einem veröffentlichten Rezept für Loukoumades mit Pistazien und Honig.

Für: etwa 22 bis 24 Loukoumades oder 4 Portionen
Vorbereitung: ca. 15 Minuten
Gehzeit: ca. 30 Minuten
Frittierzeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 65 Minuten
Kalorien: ca. 345 kcal pro 100 g

Zutaten

Für den Teig:

  • 225 g Weizenmehl Type 550
  • 15 g frische Hefe
  • 120 ml lauwarme Milch
  • 120 ml lauwarmes Wasser
  • 2 TL Zucker
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 bis 2 Prisen Salz

Außerdem:

  • etwa 400 ml Pflanzenöl zum Frittieren
  • 2 EL Olivenöl zum Benetzen der Löffel
  • 100 g Honig
  • 50 g ungesalzene Pistazien, gehackt
  • 1 EL weißer Sesam

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen.
  2. Die frische Hefe in der lauwarmen Milch und dem lauwarmen Wasser vollständig auflösen.
  3. Die Hefemischung zum Mehl gießen. Zucker, Zimt und Salz hinzufügen.
  4. Alles gründlich zu einem glatten, weichen Teig verrühren. Er soll zäh vom Löffel fallen und darf nicht wie ein fester Brotteig werden.
  5. Die Schüssel abdecken und den Teig etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sichtbar lockerer wirkt und kleine Blasen zeigt.
  6. Das Pflanzenöl in einem hohen Topf auf etwa 175 bis 180 °C erhitzen.
  7. Zwei Teelöffel dünn mit Olivenöl benetzen. Mit einem Löffel Teig aufnehmen und mit dem zweiten vorsichtig ins heiße Öl schieben.
  8. Nur wenige Loukoumades gleichzeitig frittieren. Mehrmals wenden und herausnehmen, sobald sie gleichmäßig goldbraun sind.
  9. Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und anschließend auf einer großen Platte anrichten.
  10. Den Honig dünn über den warmen Bällchen verteilen. Mit gehackten Pistazien und weißem Sesam bestreuen.

Diese Version würde ich für Gäste wählen. Pistazien und Sesam machen aus den einfachen Teigbällchen schnell eine richtige Dessertplatte.

Nährwerte

WertPro 100 g, ca.Pro Stück, ca. 25 g
Kalorien345 kcal86 kcal
Eiweiß6,1 g1,5 g
Fett13,5 g3,4 g
Kohlenhydrate51 g12,8 g

Warum werden Loukoumades nicht rund oder bleiben innen roh?

Unregelmäßige Formen entstehen oft, weil der Teig am Löffel hängen bleibt. Wasser oder Öl am Löffel hilft, kleine Zipfel sind trotzdem normal.

Für rundere Loukoumades lässt sich der Teig mit einer leicht angefeuchteten Hand zwischen Daumen und Zeigefinger herausdrücken. Die Kugel wird mit einem geölten Löffel abgenommen und ins Öl gegeben.

Loukoumades Rezept original einfach wie in Griechenland mit Honig und Zimt

Sind die Bällchen außen dunkel und innen feucht, war das Öl zu heiß oder die Portion zu groß. Dann helfen weniger Hitze und kleinere Teigmengen.

Flache, dichte Bällchen deuten auf zu kurze Gehzeit hin. Zu heißes Wasser kann die Hefe ebenfalls schwächen, bei der Pistazienvariante auch zu heiße Milch.

Saugen sich die Loukoumades mit Fett voll, war das Öl meist zu kalt oder der Topf zu voll.

Zusätzliches Mehl macht den Teig leichter formbar, die fertigen Bällchen innen aber kompakter. Für Loukoumades ist ein Löffel das richtige Werkzeug.

Häufige Fragen zu Loukoumades

Kann man Loukoumades im Backofen zubereiten?

Kleine Portionen des Hefeteigs lassen sich backen. Das Ergebnis entspricht aber nicht dem klassischen Loukoumades-Ergebnis: Im Ofen entstehen eher weiche Hefeteigstücke als Bällchen mit dünner, knuspriger Hülle.

Funktionieren Loukoumades im Airfryer?

Auch im Airfryer fehlt das Bad im heißen Fett. Der weiche Teig braucht zudem eine Form oder Unterlage. Für klassische Loukoumades ist der Topf mit Öl zuverlässiger.

Kann man Loukoumades wieder aufwärmen?

Ohne Honig lassen sie sich am nächsten Tag wenige Minuten bei etwa 180 °C aufbacken. Sie werden außen wieder etwas fester, aber nicht so knusprig wie frisch. Loukoumades mit Honig bleiben weich.

Kann der Teig vorbereitet werden?

Der klassische Hefeteig kann einige Stunden vorher angerührt und nach dem ersten Aufgehen abgedeckt gekühlt werden. Vor dem Frittieren sollte er wieder etwas Temperatur annehmen. Die Zwei-Zutaten-Version wird direkt verwendet.

Loukoumades Rezept original mit drei griechischen Varianten

Loukoumades für Gäste vorbereiten und servieren

Der Teig kann vorbereitet sein, frittiert wird aber möglichst kurz vor dem Servieren.

Bei einem warmen Buffet kann der Hefeteig während des Hauptgangs aufgehen. Eine Portion braucht danach nur wenige Minuten im Öl. Ein leichter Frittiergeruch lässt sich dabei kaum vermeiden.

Vorher passen kleine Bruschetta, die erst kurz vor dem Servieren belegt werden. Ein sommerlicher Nudelsalat kann dagegen schon früher fertig werden.

Die Bällchen kommen auf eine große Platte. Zusätzlicher Honig, Zimt, Sesam und Nüsse können in kleinen Schalen danebenstehen. So legen die Gäste selbst nach, während ein Teil länger knusprig bleibt.

Reste lassen sich ohne Topping bis zum nächsten Tag aufbewahren. Mit Honig oder Sirup werden sie deutlich weicher.

Ich würde deshalb lieber eine kleinere zweite Runde frisch frittieren, als von Anfang an eine riesige Platte lange stehen zu lassen. Bei Loukoumades ist Nachschub besser als Vorrat.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Warum starten Sie nicht die Diskussion?

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert